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In fünf Bundesländern haben die Herbstferien begonnen oder beginnen am Wochenende. In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen starten sie jetzt, Kinder in Sachsen und Thüringen haben ebenfalls ab dem Wochenende schulfrei. Im Norden führte das schon am Freitag zu dichtem Verkehr und vielen Staus. Der ADAC rät deshalb von Fahrten am Samstagvormittag ab. Wer zeitlich flexibel ist, sollte erst am späteren Abend losfahren.

Die größten Probleme erwartet der ADAC im Raum Hamburg. Dort ist die A1 seit Freitagabend zwischen dem Autobahndreieck Norderelbe und dem Kreuz Hamburg-Ost wegen Bauarbeiten in beide Richtungen komplett gesperrt. Die Sperrung gilt bis Montagmorgen, 5 Uhr. Die Autobahn GmbH empfiehlt, den Bereich weiträumig zu umfahren. Wer aus Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern kommt, sollte schon am Kreuz Lübeck auf die A20 Richtung Bad Segeberg (Kreis Segeberg) wechseln und von dort über die B206 und die A7 weiterfahren. Aus Süden wird empfohlen, die Sperrung über das Buchholzer Dreieck, die A261 und die A7 zu umgehen.

Zusätzlich ist die A1 in Richtung Fehmarn zwischen Lensahn und Oldenburg seit der Nacht zu Samstag gesperrt. Nach Angaben der Polizei durchbrach dort ein Lkw aus bislang ungeklärter Ursache die Außenleitplanke und kam im Graben zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Bergungsarbeiten dauern voraussichtlich bis in die Abendstunden, der Verkehr wird über die U95 umgeleitet.

Schon am Freitagnachmittag hatte sich der Verkehr auf vielen Autobahnabschnitten im Norden gestaut. Auf der A1 zwischen Lübeck und Hamburg stockte es in beiden Richtungen über mehrere Kilometer. Kurz hinter der Abfahrt Stapelfeld fuhren am Mittag drei Autos ineinander, die Autobahn blieb in Richtung Fehmarn rund um die Unfallstelle etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Auf der A7 zwischen Hamburg Schnelsen-Nord und dem Dreieck Hamburg-Nordwest kam es nach einem Unfall nahe der Anschlussstelle Schnelsen zu einer kurzzeitigen Vollsperrung. Ab Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) stauten sich die Fahrzeuge zeitweise auf 20 Kilometern. In Richtung Flensburg gab es bei Owschlag ebenfalls einen kilometerlangen Stau. Auf der A23 bei Elmshorn und der A24 bei Reinbek ging es teils nur schleppend voran.

Der ADAC befürchtet, dass die A1-Sperrung auch die A7 und den Hamburger Elbtunnel zusätzlich belastet. Gerade am Samstag sei dort mit viel Verkehr zu rechnen. Viele Urlauber aus dem Norden seien Richtung Dänemark unterwegs, andere wollten durch Hamburg weiter nach Süden. Auf der A7 erhöhen zudem Baustellen das Staurisiko: zwischen Großenaspe und Bad Bramstedt (Kreis Segeberg), am Kreuz Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde), zwischen Schleswig/Schuby und Tarp (Kreis Schleswig-Flensburg) sowie zwischen Flensburg und Harrislee. Eine Übersicht bietet die Baustellenkarte der Autobahn GmbH.

Weitere Engstellen in Schleswig-Holstein sind die A24 zwischen Witzhave und Schwarzenbek/Grande (Kreis Herzogtum Lauenburg) sowie mehrere A1-Abschnitte. In den vergangenen Monaten waren besonders die Strecke zwischen dem Kreuz Bargteheide und Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) und der Abschnitt zwischen Bad Schwartau und Scharbeutz (Kreis Ostholstein) stauanfällig. Wegen einer Baustelle kann es auch zwischen Gremersdorf und Heiligenhafen-Ost (Kreis Ostholstein) länger dauern.

In Niedersachsen warnt der ADAC zum Ferienstart vor Staus auf der A7 und der A2. Auf der A2 werden zwischen Helmstedt und Braunschweig-Watenbüttel Fahrbahnen saniert. Ähnlich ist die Lage auf der A7 zwischen der Anschlussstelle Salzgitter und Hamburg, wo es unter anderem bei Hildesheim-Drispenstedt Baustellen gibt. Die A1 zwischen Vechta und Cloppenburg ist wegen Bauarbeiten bis Montagmorgen in beiden Richtungen voll gesperrt.

Auch der Hamburger Flughafen rechnet an diesem und am kommenden Wochenende mit besonders vielen Fluggästen. Nach Angaben der Betreibergesellschaft könnten an einzelnen Tagen mehr als 55.000 Menschen den Airport nutzen. Reisenden wird empfohlen, mindestens zwei Stunden vor dem Abflug da zu sein. Wer durch die Passkontrolle muss, sollte laut Flughafen noch früher kommen.

Bei der Bahn gibt es eine Stellwerksstörung bei Wrist zwischen Neumünster und Elmshorn. Die Bahn spricht von massiven Beeinträchtigungen. Auf den Linien RE 7 und RE 70 zwischen Hamburg und Kiel/Flensburg kommt es zu Verspätungen und Teilausfällen, ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Im Fernverkehr sind laut Bahn die Verbindungen zwischen Kiel und Hamburg sowie zwischen Kopenhagen und Hamburg betroffen, die Züge verspäten sich demnach um rund 50 Minuten. Die Bahn bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt zu informieren.